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Minimalistischer Wohnstil

Minimalistischer Wohnstil: geradlinig, zeitlos, beruhigend

Weniger ist mehr! So könnte der minimalistische Wohnstil beschrieben werden. Das Interieur wird auf das Nötigste reduziert, gespickt mit Highlights, die herausstechen. Purismus, dezente Farben, wenige, kontrastierende Deko-Elemente und vor allem Großzügigkeit sind die wichtigsten Merkmale des Minimalismus. Jedes Stück wird mit Bedacht gewählt, so dass das Gesamtkonzept des Raumes stimmig ist, dabei sind vereinzelte Stilbrüche, in Form von Farben, Formen oder Elementen, gern gesehen. Das Gute am Minimalismus ist, dass er für jede Zimmergröße geeignet ist, denn vor allem kleine Räume profitieren von diesem Interieur-Konzept.

 

Gelebter Minimalismus

Minimalismus ist die Kunst des Weglassens, des Reduzierens auf das Wesentliche. Den wenigen Stücken in einem Raum wird so mehr Platz zum Wirken gegeben. Deshalb ist es beim minimalistischen Wohnstil so wichtig, jedes Möbelstück und jedes Wohntextil sorgfältig auszuwählen. Wer nun denkt, Minimalismus geht mit Ungemütlichkeit einher, irrt. Beim Reduzieren geht es vor allem darum, Ruhe ins Zuhause zu bringen. So werden Gedanken oder Gefühle nicht durch allerlei Krimskrams abgelenkt. Gerade in der heutigen Zeit, die viel Stress, Unruhe und Geschwindigkeit bedeutet, ist ein minimalistisch eingerichteter Wohnraum die Rückkehr zur Ruhe und Unaufgeregtheit.

Das Konzept des Minimalismus entwickelte sich bereits früh aus den Ideen des Funktionalismus und des Bauhaus, Mitte der 1960er Jahre noch einmal verstärkt im kunstgeschichtlichen Zusammenhang. Der Grundgedanke des Minimalismus musste sich allerdings erst einmal durch eine Welle der Ablehnung boxen. Erst die 1980er Jahre läuteten den Siegeszug dieses Lebenskonzepts ein. Klare Linien, glatte Oberflächen und dezente Farben waren die Gegenbewegung zur Postmoderne. Die Essenz eines Objekts tritt nun in den Vordergrund und ist nicht gleichzusetzen mit einfach oder simpel. Vielmehr stecken in jedem Möbelstück des minimalistischen Wohnstils viele Gedanken, Essenz und Wohnlichkeit zu vereinen.

Ein Stück weit erfordert Minimalismus auch Mut, vor allem von denjenigen, die gern Dinge sammeln und sich nur schlecht wieder davon trennen können. Minimalistisch Wohnen heißt nämlich erstmal: klar Schiff machen und weg mit allem, was nicht wirklich notwendig ist. Nippes kann dezent Platz finden, das Zuviel kann weg.

Minimalistisch Leben
 

Materialien für den minimalistischen Wohnstil

Neben dem verstärkten Fokus auf eine großzügige, ruhige und luftige Raumgestaltung, spielt auch die Wahl der Materialien bzw. deren Kombinationen eine Rolle. Wichtig bleibt dabei immer der Grundsatz, dass jedes Stück aus sich heraus wirken soll und keine Erweiterungen oder Dekoration benötigt. Damit die minimalistische Einrichtung nicht zu puristisch oder gar steril wird, lebt der Minimalismus des Modernen Wohnens von geometrischen Formen, die mit verschiedenen Oberflächen, Texturen und Strukturen kombiniert werden. Zum deutlich größeren Anteil innerhalb eines Raumes allerdings wird auf Strukturen, zu viele Farben und Muster verzichtet. Die Wände sollten einfarbig gestrichen sein, der Boden möglichst ungemustert und insgesamt nur wenige Farben in dezenten Tönen vorherrschen. Der Reiz ergibt sich aus gezielt gewählten Farb- und Strukturelementen.

Bei der Materialwahl ist im Prinzip keine Grenze gesetzt. Ob Chrom, Holz, Glas, Leder oder Edelstahl, wichtig ist auch hier, dass die Materialien sparsam und nicht wild gemischt eingesetzt werden.

Textilien geben Räumen Gemütlichkeit. Wählen Sie hier dezente Farben und setzen das ein oder andere Highlight mit kontrastierenden Farben. Doch entscheiden Sie sich auch hier mit Bedacht für Farbakzente aus einer Farbfamilie. Sonst wirkt der minimalistische Raum schnell unruhig. Vorhänge und Gardinen aus transparenten und hellen Stoffen lassen viel Licht in den Raum und unterstützen den Gedanken des Viel-Platz-Habens.

Minimalistisches Material
Minimalistische Farben
 

Farben des minimalistischen Stils

Im Vordergrund des minimalistischen Wohnstils stehen vor allem dezente Farben, vorrangig Grautöne, Schwarz, Weiß, warme Kameltöne sowie Beige und Braun. Einzeln oder auch gemischt spielen diese Farben harmonisch miteinander und bilden die farbliche Grundlage Ihrer Einrichtung. Darüber können dann nach Wahl Farbakzente aus kontrastierenden Farbpaletten gelegt werden. Hier ein rotes Kissen, dort eine blaue Decke. Und wie immer ist auch hier Sparsamkeit oberstes Gebot. Vor diesem ruhigen Hintergrund wirken große Bilder, zum Beispiel vom Urlaub, umso mehr. Auch Kunst- oder Designobjekte wie ungewöhnliche Vasen oder große Pflanzen kommen so besser zur Geltung. Besonders gute Kontraste ergeben sich auf Grundlage der Farben Schwarz und Weiß, die quasi die neutrale Leinwand für Ihre minimalistischen bis hin zu puristischen Interieur-Ideen sind.

Um Ihnen ein paar Ideen mit auf den Weg zu geben, folgende Anregungen:

Weißlasierte Holzmöbel und dunkelgraue Stoffbezüge wirken in Zusammenhang mit lachsfarbenen Akzenten toll. Einen Naturlook erhalten Räume durch sand- oder steinfarben gestrichene Wände, vor denen Pflanzen und Rattanmöbel gemütlich und ruhig wirken. Ein Salbeigrün lässt Sie in Kombination mit cremeweißen oder lavendelfarbenen Farbakzenten tief durchatmen.

 

Deko-Ideen für den minimalistischen Wohnstil

Im Prinzip ist jedes Element, egal ob Möbelstück, Kissen oder Vorhang, bereits Deko für sich. Dekorationselemente in Form von Vasen, Skulpturen, Bildern, Spiegeln, Lampen etc. sind beim Minimalismus selbstverständlich ebenfalls willkommen. Nur überborden sollte es nicht, Fingerspitzengefühl ist hier erforderlich. Sie haben aus dem letzten Urlaub eine große Muschel mitgebracht? Perfekt! Geben Sie ihr ein wenig Rampenlicht auf dem Sideboard. Sie lieben Orchideen? Auf dem Fensterbrett ziehen sie alle Blicke auf sich. Was auch immer Sie gern als Deko im Raum hätten, ist erlaubt. Achten Sie nur darauf, jeder Dekoration genügend Platz zum Wirken zu geben. Können Sie sich nicht entscheiden, tauschen Sie lieber immer mal wieder Ihre Lieblingsdeko aus, anstatt alle Objekte auf einmal unterbringen zu wollen. Sie werden staunen, wie unterschiedlich ein und derselbe Raum wirkt, wird das Bild an der Wand durch eine wunderschöne Blumenampel oder auch nur ein anderes Bild ausgetauscht. So wird es nicht langweilig und Sie haben quasi unermesslich viele Räume, allein durch andere Akzente.

Minimalistische Deko
Minimalistische Küche
 

Küchen im minimalistischen Stil

Minimalismus macht auch vor Küchen nicht Halt. Was im Wohn- oder Schlafzimmer Platz zum Durchschnaufen bringt, ist auch in der Küche nicht verkehrt. Gerade hier sammelt sich im Laufe der Zeit ein Sammelsurium an Küchengeräten und -helfern, Geschirr und weiterem an. Küchengeräte sind selbstverständlich wichtig, überlegen Sie dennoch, welche wirklich benötigt werden oder ob die Investition in eine hochwertige Küchenmaschine mit mehreren Funktionen lohnt. So hätten Sie schonmal nur noch ein Gerät, das auf der Anrichte steht.

Gehen Sie doch auch mal durch das Besteck- und Küchenhelferfach. Finden Sie dort Utensilien, die Sie selbst schon nicht mehr kennen, entsorgen Sie diese. Wie so typisch für den Minimalismus sollte auch eine derart eingerichtete Küche nur die essenziellen Dinge enthalten.

Eine minimalistische Küchenausstattung sieht nicht nur stets aufgeräumt aus, sondern macht es Ihnen auch so viel leichter, alles zu finden. Die Küche selbst, also Möbel, Arbeitsplatte, Anrichte etc., sollte farblich harmonisch und dezent abgestimmt sein. Am besten wählen Sie Küchenschränke, die blickdicht sind, um die vielen Gewürzdöschen etc. dahinter verschwinden zu lassen. Dekoakzente können durch wenige gläserne Schranktüren gesetzt werden, die den Blick auf das schönste Geschirr zulassen. Als kontrastierende Dekoelemente bieten sich in der Küche frische Kräuter in Töpfen optimal an. Das Beste daran: diese Deko ist sogar lecker. Ein weiteres täglich verwendbares Dekoelement für die Küche ist auch ein schön gemasertes Schneidbrett aus Echtholz.